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Unternavigation im Bereich: Das Verfahren

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen

Immer wieder werden uns Fragen zum Ruma Marker-System und zu dessen Handhabung in der Praxis gestellt. In der hier aufgestellten Übersicht finden Sie Antworten zu relevanten Fragen, die uns in der Vergangenheit begegnet sind. Wir hoffen, dass Sie auch zum Verständnis unseres Verfahrens beitragen können.

Sollten Sie aber Fragen haben, die √ľber die hier aufgef√ľhrten Erl√§uterungen hinaus gehen, so stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort.

Was machen die Patienten in der Wartezeit?

Dies wird von den Kollegen unterschiedlich organisiert: Einige nutzen die Wartezeit f√ľr eine physikalische Untersuchung oder ein Therapiegespr√§ch. Andere erlauben es den Patienten, pers√∂nliche Besorgungen u. √§. zu machen. In psychiatrischen Einrichtungen wird der Marker gerne am Abend verabreicht, so dass der Patient in der Nacht oder am fr√ľhen Morgen (Morgen¬≠urin) die Probe selbstst√§ndig und ohne Aufsicht in einem Becher sammeln kann.

Verfälscht starkes Trinken vor der Einnahme und während der Wartezeit das Ergebnis?

Faustregel: Ein Liter Wasser verd√ľnnt den Urin um den Faktor 10. Die Konzentration des Markers sinkt unter den Cut Off (Schwellenwert), bevor die Drogen negativ werden. Viele Kollegen werten einen stark verd√ľnnten Urin wie einen F√§lschungsversuch. Aus Quali¬≠t√§tssicherungsgr√ľnden messen wir immer die Urin-Kreatinin-Konzentration, um eine solche Verf√§lschung nachweisen zu k√∂nnen.

Lassen Sie am besten die Patienten vor der Markergabe einfach zur Toilette gehen. So stellen Sie sicher, dass die Blase leer ist und die Patienten auch die erforderlichen 30 Minuten einhalten können.

Was ist mit Diabetikern?

Auch eingestellte Diabetiker k√∂nnen den Marker in einem mit Haushaltszucker ges√ľ√üten Getr√§nk einnehmen.
Sollte der Proband oder die Probandin auf den Zucker verzichten wollen, so ist auch dies m√∂glich. Stellen Sie in diesem Fall jedoch sicher, dass der Marker nicht √ľber ein Schw√§mmchen o.√§. aufgefangen und dann in sauberen Urin verbracht wird. Lassen Sie den Probanden den Mund mehrfach aussp√ľlen, nachdem der Marker getrunken wurde. Und vergessen Sie bitte nicht, den Verzicht auf Zucker auf der Laborkarte zu vermerken.

Was hat es mit dem Haushaltszucker auf sich?

Haushaltszucker wird im K√∂rper aufgespalten und kommt somit normalerweise im Urin nicht vor. Wird er doch im Urin gefunden, so deutet dies darauf hin, dass der Marker nicht getrunken sondern in mitgebrachten Fremdurin gespuckt wurde. F√ľr diesen Zweck werden manchmal Watteb√§llchen oder Schw√§mmchen im Mund versteckt. Lassen Sie den Mund daher gr√ľndlich aussp√ľlen, falls auf den Zucker in Ausnahmef√§llen verzichtet werden soll.

Die Mechanik des Markers wird durch den Zucker nicht beeinflusst.

Wie hoch ist der Preis f√ľr das Markerverfahren bei Kassenpatienten?

Bei Kassenpatienten wird die Markeranalyse √ľber die Labor√ľberweisung direkt von uns mit den Kassen abgerechnet. Daher fallen f√ľr Kassenpatienten keine Kosten f√ľr die behandelnde Praxis an.

Welche Getränke sind geeignet?

Geeignet sind alle Getr√§nke, denen 150 g Haushaltszucker pro Liter zugesetzt werden. Fr√ľchtetee oder Wasser haben sich beispielsweise gut bew√§hrt. Allen Limonaden oder S√§ften m√ľssen zus√§tzlich zu den bereits enthaltenen S√ľ√üungsmitteln weitere 150 g Haushaltszucker pro Liter beigemengt werden.
Dies betrifft auch die von uns bislang ebenfalls aufgef√ľhrte klassische Coca Cola. Hier wurde die Rezeptur dahingehend ver√§ndert, dass nicht mehr ausreichend Haushaltszucker enthalten ist.

Ist es ein Medikament?

Nein. Die von uns verwendeten Polyethylenglycole sind weder Arzneimittel noch Medizinprodukte oder Diagnostika. Dies wurde uns von verschiedenen Behörden auf internationaler Ebene bestätigt. Sie finden unsere Unbedenklichkeitserklärung sowie die entsprechenden Schriftsätze z. B. der EMA oder der FDA/CDER in Download-Bereich.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nein.

Wann ist der Marker wieder vollständig ausgeschieden?

In der Regel ist der Marker nach 6 bis 8 Stunden vollständig ausgeschwemmt. Kann der Patient in der Zwischenzeit nicht urinieren, verbleibt der Marker im Urin. Bitte verwenden Sie immer den Ersturin nach der Markereinnahme.

Wie wird der Marker gelagert?

Einfach verschlossen bei Raumtemperatur. Der Marker wird bei K√ľhlung fest, kann aber durch einfaches Erw√§rmen in der Hand leicht wieder verfl√ľssigt werden.

Kann der Marker verderben?

Nein.

Wie lagere ich die Probe nach Abnahme?

Bitte lagern Sie die Probe bis zum Transport im K√ľhlschrank oder frieren Sie sie ein. Zwar ist der Marker auch nach einer Lagerungsdauer von Wochen und Monaten bei Raum¬≠temperatur unver√§ndert nachweisbar, jedoch f√ľhrt bakterielle √úberwucherung des Urins selbst zu St√∂rungen der Analyse.

Wie lange wird der Urin f√ľr eventuelle Best√§tigungsanalysen aufgehoben?

In der Regel zwei Wochen. Nach Absprache mit dem f√ľr Sie zust√§ndigen Partnerlabor sind auch l√§ngere Lagerzeiten m√∂glich.

Wie lange ist der Marker nachweisbar?

Ist eine längere Lagerzeit vereinbart worden, wird die Probe von unserem jeweiligen Partnerlabor eingefroren. Auf diese Weise ist der Marker unbegrenzt nachweisbar.

Welche Manipulationsversuche gibt es mit dem Marker?

Wir haben zwei relevante Arten von Manipulationsversuchen erlebt:
1) Probenvertauschung von markierten Urinen
2) den ‚ÄěBody Bypass‚Äú

Zu 1): Wir geben verschiedene Marker aus, damit die Patienten nicht den ‚Äěmarkierten Urin‚Äú untereinander tauschen oder verkaufen k√∂nnen.

Zu 2): Einige Drogenabh√§ngige haben beim Trinken der Markerfl√ľssigkeit ein Schw√§mm¬≠chen im Mund, das den Marker aufnimmt, um ihn sp√§ter √ľber dem mitgebrachten ‚Äěcleanen‚Äú Urin auszudr√ľcken. Dies entdecken wir, da wir den Marker in stark g¬≠ezu¬≠ckerten Fl√ľssigkeiten (Fr√ľchtetee etc.) geben, denn Saccharose tritt normalerweise nicht im Urin auf. Der Urin wird von uns auf Saccharose untersucht. Die eventuelle Zugabe von zuckerzerst√∂renden Substanzen wie beispielsweise Hefe wird ebenfalls analytisch erfasst.