Der Marker
2. FAQ - Antworten auf die am häufig gestelltesten Fragen
Was passiert mit den Patienten in der Wartezeit?
Dies wird von den Kollegen unterschiedlich organisiert: Einige nutzen die Wartezeit für eine physikalische Untersuchung oder ein Therapiegespräch. Andere erlauben es den Patienten, persönliche Besorgungen u. ä. zu machen. In psychiatrischen Einrichtungen wird der Marker gerne am Abend vergeben, so dass der Patient in der Nacht oder am frühen Morgen (Morgenurin) die Probe selbstständig und ohne Aufsicht in einem Becher sammeln kann.
Verfälscht starkes Trinken während der Wartezeit und vor der Einnahme das Ergebnis?
Faustregel: Ein Liter Wasser kann den Urin um den Faktor 10 verdünnen. Die Konzentration des Markers sinkt unter den Cut Off (Schwellenwert), bevor die Drogen negativ werden. Viele Kollegen werten einen stark verdünnten Urin wie einen Fälschungsversuch. Aus Qualitätssicherungsgründen messen wir immer die Urin-Kreatinin-Konzentration, um eine solche Verfälschung nachweisen zu können. Auch führen wir immer einen Sample Check durch; dieser untersucht den Urin auf Manipulation durch Zugabe von Essig, Seife, Säure, Bleichmittel, Nitrite, Glutaraldehyd und Chromat.
Was ist mit Diabetikern?
Auch eingestellte Diabetiker können den Marker mit echter Coca Cola oder einer anderen gezuckerten (Haushaltszucker) Lösung einnehmen. Bitte teilen Sie uns mit, falls Sie Fruchtsäfte verwenden sollten; wir prüfen dann, ob hier Fructose, Glucose oder Saccharose (Haushaltszucker) verwendet wird. Für unser Testverfahren sind ausschließlich saccharose-haltige Getränke tauglich.
Wie fordere ich eine Drogenanalyse an?
Sie erteilen unserem Labor den Auftrag zur Drogenanalyse, indem Sie die ausgefüllte Laborkarte / Anforderungsschein an uns senden. Niedergelassene Ärzte und Substitutionsambulanzen: Senden Sie uns bitte eine Laborüberweisung mit. Hier rechnen wir selbst mit der KV ab, es entstehen für Sie keine Kosten.
Wie hoch ist der Preis für das Markerverfahren bei Kassenpatienten?
Siehe oben.
Kann man Coca Cola verwenden?
Ausschließlich echte Coca Cola, nur diese enthält normalen Haushaltszucker. Diätetische Getränke enthalten keinen Zucker. Natürlich geht auch stark gezuckerter Tee, Kaffee, Wasser o. ä.
Ist es ein Medikament?
Nein. Wir haben in verschiedenen Europäischen Ländern die Unbedenklichkeitserklärung vorliegen, dass es sich weder um ein Arzneimittel noch um ein Medizinprodukt handelt. Auf Wunsch kann diese zur Verfügung gestellt werden.
Gibt es Nebenwirkungen?
Nein.
Wann ist der Marker wieder vollständig ausgeschieden?
In der Regel ist der Marker nach 6 bis 8 Stunden vollständig ausgeschwemmt. Kann der Patient in der Zwischenzeit nicht urinieren, verbleibt der Marker im Urin. Es ist sinnvoll, immer den Ersturin nach Markereinnahme zu verwenden.
Wie wird der Marker gelagert?
Einfach verschlossen bei Raumtemperatur. Der Marker wird bei Kühlung fest, kann aber durch Erwärmen leicht wieder verflüssigt werden.
Kann der Marker verderben?
Nein.
Wie lagere ich die Probe nach Abnahme?
Für längere Lagerungen (ab 10 Stunden) empfehlen wir die Aufbewahrung im Kühlschrank. Zwar ist der Marker auch nach einer Lagerungsdauer von Wochen und Monaten bei Raumtemperatur unverändert nachweisbar, der Drogennachweis kann aber durch bakterielle Überwucherung gestört sein.
Wie lange wird der Urin für eventuelle Nachforderungen aufgehoben?
In der Regel zwei Wochen. Nach Absprache sind längere Lagerzeiten möglich.
Wie lange ist der Marker nachweisbar?
Ist eine längere Lagerzeit vereinbart worden, wird die Probe von unserem Labor eingefroren. Auf diese Weise ist der Marker unbegrenzt nachweisbar.
Welche Betrugsversuche gibt es mit dem Marker und wie beuge ich diesen vor?
Wir haben zwei relevante Arten von Betrugsversuchen erlebt:
1) Probenvertauschung von markierten Urinen
2) den „body bypass“.
Zu 1): Wir geben verschiedene Marker aus, damit die Patienten nicht den „markierten Urin“ untereinander tauschen oder verkaufen können.
Zu 2): Einige Drogenabhängige haben beim Trinken der Markerflüssigkeit ein Schwämmchen im Mund, das den Marker aufnimmt, um ihn später über dem mitgebrachten „cleanen“ Urin auszudrücken. Dies entdecken wir, da wir den Marker in stark gezuckerten Flüssigkeiten (Coca Cola etc.) geben, denn Saccharose tritt nicht im Urin auf. Der Urin wird von uns auf Saccharose untersucht.







