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Ruma auf der Internetseite des ZDFs.

8.03.2006 | Sport
Eindeutige Tests
Neues Verfahren soll Doping- Kontrollen “revolutionieren”
Ein neues Marker-System soll die Doping-Fahndung im Sport verbessern.
“Unser System ist eine Weltneuheit. Wir deklarieren es als fälschungssicher und sind uns nach über zehnjähriger Forschung und mehr als 40.000 Analysen sicher”, sagt der Erfinder des neuen Verfahrens Prof. Ruprecht Keller.
Der Test könnte die Dopingkontrollen “revolutionieren”, so der Leiter des Zentrallabors der Städtischen Kölner Kliniken weiter. Das renommierte Doping-Kontrolllabor der Deutschen Sporthochschule in Köln und die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) in Bonn zeigen sich sehr interessiert. Das für den Getesteten und den Kontrolleur peinliche Urinieren unter Aufsicht entfällt« Ruprecht Keller.
Unverwechselbar
“Als Marker verwenden wir Mittel, die völlig ungiftig sind.” Die Markersubstanz werde in Getränkeform verabreicht. Schon 30 Minuten später könne die Testperson ihren Urin abgeben, der Marker verschwinde kurz darauf wieder aus dem Körper.
“Das für den Getesteten und den Kontrolleur extrem peinliche Urinieren unter Aufsicht entfällt”, sagt Keller. Denn ein Untermogeln von Fremdurin sei nicht mehr möglich, da das Urin durch den Marker eindeutig zuzuordnen sei. Selbst eine Verdünnung des Urins werde sofort erkannt. “Wir senken die Fehlerrate und könnten damit auch ein Stück mehr Sicherheit in die Antidoping-Szenen bringen“, sagt Keller zu dem Verfahren, das er sich patentieren ließ.
Marktlücke “Sport”
Auch Arbeitgeber ließen bisweilen Drogentests durchführen, so Pressesprecherin Monika Wetzke. Die Deutsche Bundesbahn, das Bundesverteidigungsministerium, einige TÜV-Anstalten oder auch das Münchner Oberlandesgericht prüfen derzeit eine Einführung des Marker-Verfahrens.
Als neues Marktsegment nimmt Keller nun die Sportmedizin ins Visier. “Es reizt uns, jetzt in die Doping-Geschichte reinzukommen.“
NADA-Geschäftsführer Roland Augustin sagt: “Wir stehen dem Verfahren sehr aufgeschlossen gegenüber.“ Um zu klären, ob es auch für Dopingkontrollen eingeführt werden könne, seien aber noch “weitere Evaluierungen nötig“.
“Damit könnten Manipulationen verhindert werden” Hans Geyer
Interesse ist da
Das Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln, eines der beiden in Deutschland von der NADA akkreditierten Labors, äußert sich positiv über den neuen Urin-Marker:
“Damit könnten Manipulationen verhindert werden, deshalb wird das Verfahren ja bereits erfolgreich in der Drogen-Analytik eingesetzt“, meint der stellvertretende Laborleiter Hans Geyer.
“Ein großer Vorteil ist auch, dass die Schamgrenzen nicht verletzt werden, da die Aufsicht bei der Urinabgabe entfällt.“ Nach der bisherigen Überprüfung, die Ende März abgeschlossen werden soll, handele es sich um ein “vielversprechendes“ Verfahren.










