Seitenkopf:
Mainnavigation:
Home | Presse | Press | Arbeitsgemeinschaft Sportrecht
Sprachauswahl:

Publications

Arbeitsgemeinschaft Sportrecht

Screenshot der Internetseite Arbeitsgemeinschaft Sportrecht
Neues System verspricht bessere Dopingtest und hält Schamgrenzen ein

Ein neues Analyse-Verfahren soll künftig exaktere Dopingtest liefern und wahrt bei der Urinabgabe die Schamgrenzen der Athleten. Das System funktioniert mit einem Markierungsmittel, dass 30 Minuten vor Urinabgabe getrunken wird. Dieses Markersystem wird bereits eingesetzt, um verbotenen Drogenkosnum beispielsweise im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz nachzuweisen.

Der Erfinder des patentierten Marker-Systems, Professor Ruprecht Keller, ist Leiter des Zentrallabors der Städtischen Kölner Kliniken: “Unser Marker-System ist eine Weltneuheit. Wir deklarieren es als fälschungssicher und sind uns nach über zehnjähriger Forschung und mehr als 40 000 Analysen sicher in dieser Aussage.”

Die Markersubstanz werde in Getränkeform verabreicht. Schon 30 Minuten später könne die Testperson ihren Urin abgeben, der Marker verschwinde kurz darauf wieder aus dem Körper. Mit seinem Verfahren will Keller die Dopingkontrollen “revolutionieren”.

“Als Marker verwenden wir Mittel, die völlig ungiftig sind und die vor allem in Medikamenten verwendet werden, wenn kein Alkohol gegeben werden darf – zum Beispiel bei Kinderhustensaft”, erklärt Keller, “Das für den Getesteten und den Kontrolleur extrem peinliche Urinieren unter Aufsicht entfällt”, weil ein Untermogeln von Fremdu-rin nicht mehr möglich sei, da das Urin durch den Marker eindeutig zuzuordnen sei. Selbst eine Verdünnung des Urins werde erkannt.

“Wir senken die Fehlerrate und könnten damit auch ein Stück mehr Sicherheit in die Antidoping-Szenen bringen”, sagt Keller zu dem Verfahren, das er sich patentieren ließ. Bisher analysiert sein in einer Firma ausgegliedertes Kölner Labor täglich 150 Proben am Tag.

Das Verfahren kommt in Methadonprogrammen, in Justizvollzuganstalten, bei Arbeitgebern, der Bundeswehr oder der Bahn bereits zum Einsatz.

Nun will Professor Keller sein Verfahren für den Anti-Doping-Kampf einsetzen. “Es reizt uns, jetzt in die Doping-Geschichte reinzukommen.” NADA-Geschäftsführer Roland Augustin sagt: “Wir stehen dem Verfahren sehr aufgeschlossen gegenüber.” Um zu klären, ob es auch für Dopingkontrollen eingeführt werden könne, seien aber noch “weitere Evaluierungen nötig”. Insbesondere ist unklar, welche Substanzen damit entdeckt werden können.

Auch das Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln, eines der beiden in Deutschland vom Internationelen Olympischen Komitee akkreditierten Labors, äußert sich positiv über den neuen Urin-Marker: “Damit könnten Manipulationen verhindert werden, deshalb wird das Verfahren ja bereits erfolgreich in der Drogen-Analytik eingesetzt”, meint der stellvertretende Labor-leiter Hans Geyer. “Ein großer Vorteil ist auch, dass die Schamgrenzen nicht verletzt werden, da die Aufsicht bei der Urinabgabe entfällt.” Nach der bisherigen Überprüfung, die Ende März 2006 abgeschlossen werden soll, handele es sich um ein “vielversprechendes” Verfahren.

smo

Actualités

ISAM 2010 - Congress Highlights

Ruma at the international addiction conference in Milan, October 2010.

accreditation Ruma

Footernavigation: